Ein Internist ist ein Facharzt für Innere Medizin, der sich auf die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der inneren Organe spezialisiert hat. Bei einer internistischen Untersuchung werden verschiedene diagnostische Verfahren eingesetzt, um Herz-, Lungen-, Magen-Darm-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen zu erkennen und zu behandeln.
Was ist ein Internist und welche Rolle spielt er?
Ein Internist ist ein Facharzt, der nach dem Medizinstudium eine mehrjährige Weiterbildung in der Inneren Medizin absolviert hat. Die Bezeichnung leitet sich vom lateinischen „internus“ ab, was „innen“ oder „innerlich“ bedeutet. Internisten beschäftigen sich ausschließlich mit nicht-operativen Behandlungsmethoden und konzentrieren sich auf die konservative Therapie von Organerkrankungen.
In Deutschland gibt es verschiedene Spezialisierungen innerhalb der Inneren Medizin, wie Kardiologie, Gastroenterologie, Pneumologie oder Endokrinologie. Viele Internisten arbeiten als Hausärzte und fungieren als erste Anlaufstelle für Patienten mit unklaren Beschwerden oder chronischen Erkrankungen.
Welche Untersuchungen führt ein Internist durch?
Die internistische Untersuchung umfasst eine Vielzahl diagnostischer Verfahren, die je nach Beschwerden und Verdachtsdiagnose eingesetzt werden. Zu den Standarduntersuchungen gehören körperliche Untersuchungen, Laboranalysen und bildgebende Verfahren.
Körperliche Untersuchung und Anamnese
Jede internistische Untersuchung beginnt mit einer ausführlichen Anamnese, bei der der Internist die Krankengeschichte, aktuelle Beschwerden und Risikofaktoren erfragt. Die körperliche Untersuchung umfasst das Abhören von Herz und Lunge, das Abtasten des Bauches, die Kontrolle von Puls und Blutdruck sowie die Überprüfung der Reflexe.
Laboruntersuchungen und Blutanalysen
Laborwerte geben wichtige Hinweise auf den Gesundheitszustand der inneren Organe. Standardlaboruntersuchungen beim Internisten umfassen Blutbild, Leberwerte, Nierenwerte, Blutzucker, Cholesterinwerte und Entzündungsparameter. Je nach Verdacht werden spezielle Marker wie Herzenzyme, Tumormarker oder Hormone bestimmt.
Bildgebende Verfahren und technische Diagnostik
Moderne internistische Diagnostik nutzt verschiedene bildgebende Verfahren: EKG zur Herzdiagnostik, Echokardiographie für die Herzfunktion, Ultraschall der Bauchorgane, Röntgenaufnahmen der Lunge und bei Bedarf CT oder MRT-Untersuchungen. Diese Verfahren ermöglichen eine präzise Diagnosestellung.
Wann sollten Sie einen Internisten aufsuchen?
Es gibt verschiedene Situationen, in denen der Gang zum Internisten sinnvoll oder notwendig ist. Sowohl bei akuten Beschwerden als auch bei der Vorsorge spielt der Facharzt für Innere Medizin eine wichtige Rolle.
Akute Beschwerden und Symptome
Bei unklaren Bauchschmerzen, Atemnot, Brustschmerzen, anhaltenden Durchfällen oder Fieber unklarer Ursache sollten Sie einen Internisten konsultieren. Auch bei Symptomen wie Gewichtsverlust, ständiger Müdigkeit oder Wassereinlagerungen ist eine internistische Abklärung wichtig.
Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitschecks
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Internisten helfen dabei, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Ab dem 35. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre einen Gesundheits-Check-up, der Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen vorbeugen soll.
Welche Organe und Krankheiten behandelt ein Internist?
Das Spektrum der internistischen Behandlung ist sehr breit und umfasst nahezu alle inneren Organsysteme. Internisten sind Experten für komplexe Krankheitsbilder und Mehrorganerkrankungen.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Herzerkrankungen wie Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz gehören zu den häufigsten Behandlungsfeldern. Internisten führen EKG-Untersuchungen durch, stellen Herzschrittmacher ein und überwachen die medikamentöse Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Magen-Darm-Erkrankungen
Bei Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Magenschleimhautentzündung, Reizdarm oder chronischen Darmentzündungen ist der Internist der richtige Ansprechpartner. Viele Internisten führen auch Darmspiegelungen zur Krebsvorsorge durch oder überweisen an spezialisierte Gastroenterologen.
Wie lange dauert eine Untersuchung beim Internisten?
Die Dauer einer internistischen Untersuchung variiert je nach Anlass und Umfang der notwendigen Diagnostik. Bei Routineuntersuchungen sollten Sie mit 30-45 Minuten rechnen, während umfassende Erstuntersuchungen bis zu 90 Minuten dauern können.
Für spezielle Untersuchungen wie eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane oder ein Belastungs-EKG sollten Sie zusätzliche Zeit einplanen. Viele Praxen bieten separate Termine für aufwendigere Diagnostik an, um Wartezeiten zu minimieren.
Unterschied zwischen Internist und anderen Fachärzten
Oft herrscht Unklarheit über die Abgrenzung zwischen verschiedenen Facharztgruppen. Ein Internist unterscheidet sich wesentlich von anderen Spezialisten durch sein breites Spektrum und den ganzheitlichen Behandlungsansatz.
Internist vs. Hausarzt
Während ein Hausarzt oft Allgemeinmediziner ist und alle Altersgruppen behandelt, ist ein Internist speziell für Erwachsene und deren innere Organe ausgebildet. Viele Internisten arbeiten jedoch als Hausärzte und kombinieren beide Rollen in ihrer Praxis.
Internist vs. spezialisierte Fachärzte
Ein Kardiologe ist ein Internist mit zusätzlicher Spezialisierung auf Herzerkrankungen, ein Gastroenterologe fokussiert sich auf Magen-Darm-Erkrankungen. Der allgemeine Internist behandelt das gesamte Spektrum der inneren Medizin und überweist bei Bedarf an Spezialisten.
Was Sie zur internistischen Untersuchung mitbringen sollten
Eine gute Vorbereitung auf die internistische Untersuchung trägt zu einer effizienten Diagnostik bei. Bringen Sie alle relevanten Unterlagen und Informationen mit, damit der Internist ein vollständiges Bild Ihres Gesundheitszustandes erhält.
Wichtige Dokumente sind: Überweisungsschein, Versichertenkarte, Liste aller aktuellen Medikamente, Vorbefunde, Impfpass und bei Bedarf ein Schmerztagebuch. Nüchtern erscheinen müssen Sie nur bei speziellen Laboruntersuchungen, über die Sie vorher informiert werden.
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Antworten auf Ihre Fragen zu was macht ein internist für untersuchungen
Was wird bei einer internistischen Untersuchung untersucht?
Bei einer internistischen Untersuchung werden die inneren Organe wie Herz, Lunge, Magen-Darm-Trakt, Leber, Nieren und das Stoffwechselsystem untersucht. Dies erfolgt durch körperliche Untersuchung, Laborwerte, EKG, Ultraschall und weitere bildgebende Verfahren je nach Beschwerden.
Wann sollte man einen Internisten aufsuchen?
Einen Internisten sollten Sie bei unklaren Bauchschmerzen, Atemnot, Brustschmerzen, anhaltenden Verdauungsproblemen, Bluthochdruck, Diabetes oder zur Vorsorgeuntersuchung aufsuchen. Auch bei chronischen Erkrankungen der inneren Organe ist der Internist der richtige Ansprechpartner.
Wie lange dauert eine Untersuchung beim Internisten?
Eine Routineuntersuchung beim Internisten dauert etwa 30-45 Minuten. Erstuntersuchungen oder umfassende Check-ups können 60-90 Minuten in Anspruch nehmen. Spezielle Untersuchungen wie Ultraschall oder Belastungs-EKG benötigen zusätzliche Zeit.
Welche Organe werden von einem Internisten behandelt?
Ein Internist behandelt alle inneren Organe: Herz und Kreislaufsystem, Lunge und Atemwege, Magen-Darm-Trakt, Leber, Nieren, Stoffwechselorgane wie Schilddrüse und Bauchspeicheldrüse sowie das Blutsystem. Er ist Spezialist für nicht-operative Behandlungen dieser Organsysteme.
Macht ein Internist auch Darmspiegelungen?
Viele Internisten führen Darmspiegelungen durch, insbesondere solche mit gastroenterologischer Zusatzqualifikation. Allgemeine Internisten überweisen oft an spezialisierte Gastroenterologen. Die Darmspiegelung ist wichtig für die Krebsvorsorge und wird ab 50 Jahren von den Krankenkassen übernommen.
Ist ein Internist ein Hausarzt?
Ein Internist kann als Hausarzt arbeiten, ist aber nicht automatisch einer. Während Hausärzte oft Allgemeinmediziner sind, haben Internisten eine Spezialisierung auf innere Medizin. Viele Internisten kombinieren beide Rollen und fungieren als hausärztliche Internisten für erwachsene Patienten.
| Untersuchungsbereich | Typische Verfahren | Häufige Diagnosen |
|---|---|---|
| Herz-Kreislauf | EKG, Echokardiographie, Belastungs-EKG | Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, KHK |
| Magen-Darm | Ultraschall, Endoskopie, Stuhluntersuchung | Gastritis, Reizdarm, Refluxkrankheit |
| Lunge | Röntgen, Lungenfunktion, Bronchoskopie | Asthma, COPD, Pneumonie |
| Stoffwechsel | Laborwerte, Glukosetoleranztest | Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen |


